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Stimulation des Trigeminusnerven bei chronischem Gesichtschmerz (Trigeminusneuropathie)

Die Trigeminusneuropathie ist gekennzeichnet durch einen anhaltenden und meist brennenden Dauerschmerz im Ausbreitungsgebiet des Trigeminusnerven (Stirn, Ober- oder Unterkiefer). Ursache der Schmerzen ist meist eine Läsion oder Verletzung infolge eines Unfalles, einer Herpes zoster Erkrankung oder eines operativen Eingriffes am Trigeminusnerven.

Die Behandlung dieser Schmerzsymptomatik ist oft frustran, zumal starke Schmerzmittel nicht ausreichend wirksam sind, und eine ursächliche Therapie nicht möglich ist.

Mit der elektrischen Stimulation des Trigeminusnerven kann jedoch die Schmerzsymptomatik günstig beeinflusst werden. Bei dieser Methode wird über eine Punktionskanüle eine dünne Stimulationselektrode in das Ganglion Gasseri oder an einen peripheren Ast des Trigeminusnerven herangebracht. Mittels schwacher Stromimpulse, welcher der Patient mehrmals am Tag über einen Reizgenerator anfordert, wird der quälende Dauerschmerz durch ein angenehmes Kribbelgefühl überdeckt und somit eine Schmerzlinderung erzielt.

Eine Erfolgsgarantie für diese Methode kann zwar nicht gegeben werden, aber im Falle einer erfolglosen konservativen Behandlung sollte die elektrische Stimulation des Trigeminusnerven in Erwägung gezogen werden.

Hinweis: Die elektrische Stimulation des Trigeminusnerven kann nur bei einem neuropathischen Schmerzsyndrom (brennender Dauerschmerz) durchgeführt werden, nicht jedoch bei der klassischen Trigeminusneuralgie (blitzartiger, attackenförmig einschießender sowie triggerbarer Schmerz). Nur wenige Zentren sind auf diese Behandlungsmethode spezialisiert.

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Neuromodulationsverfahren